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Was sind Brennstoffzellen-Autos?

Was sind Brennstoffzellen-Autos?

Copyright Abbildung(en): Grzegorz Czapski / Shutterstock.com

Heute gibt es mehr als doppelt so viele Arten von Antriebsarten für Kraftfahrzeuge als noch vor zwanzig Jahren. Nun stehen wir vor der Qual der Wahl und müssen eigenständig entscheiden können, was denn besser für Umwelt und das eigene Budget sein dürfte. Früher bestimmten vergleichsweise weniger Faktoren den Ausschlag für unsere Kaufentscheidungen: Ausstattung, Preis und Verbrauch – in individuell gestaltbarer Reihenfolge. Das war einmal.

Was sind Brennstoffzellen-Autos?

Brennstoffzellen-Autos sind Wasserstoff-Autos. Wie seither vermutlich jeder weiß, kann man nicht nur zwischen Benziner und Dieselfahrzeugen wählen, sondern steht vor der Entscheidung alternativer Antriebssysteme. Das gilt freilich vor allem beim Kauf von Neuwägen. Doch ein Blick in den Markt für Gebrauchte zeigt auch dort schon ein gewisses Repertoire an Alternativen auf. Und besonders die nicht fossilen Antriebsarten unterliegen noch einer stetigen technischen Veränderung – innerhalb weniger Jahre werden laufend Verbesserungen angeboten, so dass sich selbst die Frage nach dem „richtigen Zeitpunkt“ wie ein aktiver Casinobesuch anfühlt.

Überschau der Antriebsarten

  • Autos mit Benzin- und Dieselmotoren

Hierüber sind nicht viele neue Worte zu verlieren. Sie verursachen hohe Umweltbelastungen – sei es in der Erzeugung und Entsorgung als auch beim Betrieb. Ihre Betankung kommt teuer und wir sind abhängig von anderen Staaten. Resümee: Veränderung ist notwendig und unaufhaltbar.

  • Antrieb mit Erdgas

Schon gewusst? Man kann jedes beliebige Auto auf den Betrieb mit Erdgas umstellen. Die Kosten dafür liegen bei maximal 5000 €. Chevrolet bietet bei sogar beim Kauf eines neuen Modells ein kostenloses „Set“ mit an, welches ergänzend für den Betrieb mit Gas verwendet werden kann. Das war die gute Nachricht. Jetzt kommt die andere: Fahrzeuge, die mit Erdgas betrieben werden, gehen in der Zahl wieder zurück. Eine Liste derjenigen, die 2019 noch auf eigene Modelle setzen, findet sich trotzdem online ohne nennenswerten Recherche-Aufwand. Was bringt´s?

Beim Tanken ist hinsichtlich der Umweltbilanz zwischen Flüssig- und Erdgas zu unterscheiden. Bei der Verwendung von Erdgas oder CNG (Compressed Natural Gas) liegt die Schadstoffreduktion weit höher als bei flüssigem Gas. Eine noch bessere CO2-Bilanz ergibt sich bei der Beimengung von Biogasen. Wir brauchen also einen Taschenrechner, einen Internetzugang und viel Zeit für unser Resümee. Um es kürzer zu machen: Blicken wir auf die Infrastruktur bei Erdgas-Tankstellen.

In Deutschland gibt es zum Jahreswechsel 2019/2020 rund 6000 LPG-Tankstellen. Der Stand für CNG-Tankstationen liegt bei gerade einmal 800.  Grund dafür dürften die Umbaukosten der Betreiber sein, die bei flüssigem Gas wesentlich niedriger sind.

Im Resümee ein umweltpolitisches Fiasko: Der Autokäufer möchte die Umwelt schonen und zu einem guten Teil kann er das nicht, weil selbst bei einem Umstieg andere Faktoren seinen theoretisch möglichen Erfolg aus eigenen wirtschaftlichen Erwägungen konterminieren.

  • Elektroantrieb

Unser Wissen über herkömmliche Elektroautos ist 2020 schon relativ gefestigt. Stromtankstellen gehören schon fast zum Ortsbild eines jeden Kaffs, an Parkplätzen von Supermarkt-Ketten gibt´s eigene Auflade-Stationen. Die Modelle von heute sind meistens schon mit normalen Steckdosen aufladbar. Was im Resümee verbesserungsbedürftig ist, sind aber rentable Einsparungen von Emissionen durch die Strom- Anbieter. Es gibt dabei aber noch immer mehr Luft nach oben als nach unten und liegt außerhalb unseres Einflussbereichs.

  • Wasserstoffantrieb – do it yourself!

Elektro- und Wasserstoff-Autos bilden eigentlich gemeinsam eine Kategorie. Sie ähneln sich sehr stark in der verwendeten Technik – schließlich ist es immer Strom, der für den Betrieb sorgt. Das Wasserstoff-Auto gehört eigentlich der Gruppe der Elektroautos an. Getankt wird jedoch Wasserstoff und es braucht keine langwierigen Auflade-Vorgänge wie beim eigentlichen Elektroauto. Die co2online gemeinnützige Beratungsgesellschaft mbH in Berlin führt in ihren Publikationen beide Antriebsarten auch in derselben Kategorie. Kommt man zum Schluss, dass die Verwendung einer Brennstoffzelle lediglich eine Weiterentwicklung von Elektroautos darstellt, trifft man eine richtig begründete Aussage.

Ein bisschen hinkt das Wasserstoff-Auto jedoch noch hinter den reinen Elektroautos hinterher. Dies betreffend die Infrastruktur zum Tanken. Das ist aber kein Nachteil, der nicht zu beheben wäre. Die Umweltbilanz eines Elektroautos ist hingegen nur bestimmbar, wenn die Herstellung des verwendeten Stroms bekannt ist. Das macht es sehr schwierig für den Einzelnen, sein eigenes Handeln klar zu planen.

Der feine Unterschied zum E-Auto

Beim rein elektrisch betriebenen Fahrzeug („Elektroauto“) wird mit Strom „getankt“ bzw. aufgeladen. Natürlich kommt es darauf an, wie dieser Strom produziert wurde, wenn man sich die CO2-Ersparnis ausrechnen möchte. Beim Wasserstoff-Auto hingegen wird kein Strom zugekauft. Denn die Brennstoffzelle stellt ihn selber her – in einem natürlichen Prozess, der keinerlei Schadstoffausstöße nach sich zieht.

Vielmehr stellt er für die verwendete Technik des betreffenden Fahrzeugs allerhand weitere Potenziale bereit: Wärme und Strom, also Energien ohne schlechtes Gewissen. Wird die Forschung weiter vorangetrieben, können selbst die Nutzungsarten (z.B. die Heizung im Auto oder sonstige, externe mobile Elektrogeräte) erweitert werden. Stellt man diese Vorteile den anderen Antriebsarten gegenüber, ziehen sie den Kürzeren. Insofern ist es erstaunlich, wenn die oben mehrfach zitierte Plattform nur zwei Sätze über Brennstoffzellen-Autos verliert. Sie sieht den mangelnden Ausbau der Wasserstoff-Tankstellen und ein Fehlen ausreichender Auswahl an Fahrzeugen noch als ausschlaggebend an, um auf ein Hervorheben der Potenziale zu verzichten.

Klar ist: Wird für die Erzeugung der Brennstoffzellen auf Kohle gesetzt und die einzelnen Bestandteile von einem Kontinent auf den anderen verschifft, macht man Vorteile zunichte. Das läge aber an der politischen und rechtlichen Lage und nicht im Wesen der Brennstoffzelle begründet. Denn dasselbe bizarre System betrifft auch Industrie und Landwirtschaft. Um hier Ursache und Wirkung auseinander zu halten, braucht es für den Konsumenten einen langen Atem an Eigenrecherche um dann zu erkennen, dass ihm praktisch wenige Möglichkeiten bei CO2-Reduktionen zur Verfügung stehen – die größte liegt wohl eher in den Wahlzelle als beim Autokauf.

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