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Welche Autos fahren mit Wasserstoff?

Welche Wasserstoffautos gibt es

Copyright Abbildung(en): Hadrian / Shutterstock.com

Autobauer, die etwas auf sich und ihren Namen geben, produzieren längst mit Wassersoff betriebene Fahrzeuge für den Individualverkehr. Es wurde zur Prestige-Sache und kaum jemand kann sich noch leisten, diese Entwicklung zu verschlafen. Und doch gibt es noch „Ketzer“, welche ihre Modelle ganz bewusst nicht um Brennstoffzellen bereichern und mit offener Kritik auf die Entwicklung reagieren. Wer wird wohl Recht behalten?

Welche Autos fahren mit Wasserstoff? – Umfaller und Aufsteiger

Natürlich erfolgt eine derartige Umstellung nicht auf Knopfdruck und manche Produktionen bleiben sogar in „den Kinderschuhen“ hängen. Manchmal sogar für immer oder bis zu ihrem gänzlichen Knock-Out. So musste etwa BMW genau diese Erfahrung machen, ihren hauseigenen Pionier in Sachen Wasserstoffantrieb wieder ins Nirwana versenken zu müssen. Das war die Sache mit dem Hydrogen 7, welche nunmehr als Feldversuch bezeichnet wird.

BMW fängt nicht bei Null an

Doch: Der Betrieb fängt ab jetzt nicht mehr bei „Zero“ an. Er hat seine Erfahrungswerte und ein umfassendes Know-How in dieser Technik. Er weiß nun genau, was bei der Einführung, noch dazu bei serienmäßiger Herstellung, anders laufen muss. Und plant eine eben solche Einführung in wenigen Jahren – der Prototyp kann sich dementsprechend sehen lassen: Der BMW Wasserstoff-X5 – eine Neuschöpfung der Idee, welche nunmehr seit mehr als vier Jahren gemeinsam mit Toyota entwickelt und auf der Frankfurter IAA vorgestellt wurde. Von der Optik her gibt es kaum Unterschiede zum herkömmlich betriebenen X5. Der sichtbare Part liegt wohl in den blauen Paneelen, welche anstatt Auspuffrohre präsentiert werden. Alt aussehen geht anders.

Toyota als Vorreiter bei Wasserstoff-Autos

Jedes Unternehmen tickt in der Einführung anders. Jeder Staat denkt anders. So ist die Entwicklung in Japan ungleich weiter fortgeschritten als hier bei uns. Das zeigt sich an den längst serienmäßig hergestellten Autos von Toyota. Mit dem Wasserstoff-Auto „Mirai“ hat das Unternehmen wohl die Nase vorne. Er stellt sich im ADAC-Test als herausragender Gewinner heraus, der all seine Versprechen hält: Die Hersteller-Angaben zur Reichweite von 480 km treffen zu, ihm konnten keinerlei Schadstoffausstoße zugerechnet werden und sein Design ist als Pluspunkt alles andere als nur gewöhnlich. Für ihn gab es außerdem 4 Sterne im ADAC-Ecotest. Ein kluger Schachzug von BMW, in Kooperation mit diesem Partner wieder in den Ring zu steigen.

Man muss nicht einmal übers große Wasser blicken, um den Trend zu erkennen. Mit Nennung der bekanntesten Marken ergeben sich auch die Autos, die heute mit Wasserstoff gefahren werden. Ihre Modelle werden vom Markt genau beobachtet und es obliegt dem Auge des Betrachters, etwaige Nachteile im Vergleich zu Fahrzeugen mit herkömmlichen Betriebssystemen auszumachen. Noch ist es weitgehend still und ein Fauxpas wie bei BMW hat sich nirgendwo anders abgezeichnet. Und selbst dort gilt es zu beachten, dass BMW sehr früh damit begonnen hat und die Technik seitdem viel weiter ist.

Abgesehen von der nicht flächendeckend vorhandenen Tankstellen-Infrastruktur finden sich kaum Vorhalte. Doch selbst das immer wieder kritisierte mangelnde Netz ist nicht mehr dasselbe wie noch vor 2 Jahren. „Theoretisch könnte man heute schon ganz Deutschland mit Wasserstoff durchqueren, wenn die Fahrt und das Tanken sorgfältig geplant werden“ lautet das Resümee von einem, der es wissen muss. Niemand anderer als Ulf Groos vom Fraunhofer ISE in Freiburg setzte Ende 2019 dem anhaltenden Vorwurf ein gewisses Ende und verweist auf die bereits erfolgreich positionierten Versorgungsstellen im Bundesgebiet während der letzten Jahre.

VW-Chef wettert gegen Wasserstoff-Autos

Manche auserwählte Schmuckstücke werden von den Autobauern stolz präsentiert, andere hüllen sich in Schweigen. Andere wiederum scheinen die gesamte Entwicklung nicht nur kritisch, sondern sogar ablehnend zu bewerten – sogar hinsichtlich ihrer Öko-Bilanz. Der VW-Chef Herbert Diess verweist auf die Herkunft von Wasserstoff und wirft den Japanern vor, seinen Wasserstoff aus Braunkohle herzustellen. Als Begründung für die Produktionen der Konkurrenz gibt er bereits getätigte Investitionen an, aus seiner Sicht würden sogar fossil betriebene Fahrzeuge noch besser für die CO2-Bilanz sein. Stimmt das? Eine ernsthafte Recherche würde hier wohl den Rahmen sprengen, einen Eindruck über die Bezugsquellen der Japaner erhält der Interessent jedoch unter anderem hier.

Mit den Fehlen von Schadstoffwerten-Werten beim Betrieb hat Toyota jedenfalls die erste Schlacht gewonnen. Fahrerherzen höher lässt auf jeden Fall auch der neue SUV von Audi schlagen. In Sachen Optik lässt er wohl ganze Flotten an Benzinern hinter sich. Er drückt somit schon fürs bloße Auge all jene Attribute aus, welche ein erfolgreicher Autobauer zum Thema  CO2-neutrale Mobilität erbringen muss.

Der Audi h-tron stellt seine Energie- und Emissionsbilanz dabei in den Vordergrund und produziert sein Gas nach eigenen Angaben selber. Mithilfe von Öko-Strom betreibt er seine „Power-to-Gas-Anlagen“ und im Falle, dass Herbert Diess diesbezüglich recht behalten sollte, würde diese Angabe wohl einen Skandal der Sonderklasse bedeuten. Vielleicht wäre es unredlich, dabei auf eigene Skandalerfahrungen von VW hinzuweisen und zu tief in die Geschäftsgebarung eines Produzenten kann man außergerichtlich auch nicht blicken. Wer dieser Entwicklung durch falsche Angaben oder unrichtige Vorwürfe zuwiderläuft, hätte künftig einen sehr schweren Stand beim Kunden. Interessant wäre, wie Diess darauf kommt.

Renault offen für Neues

Ein Blick zu Renault Transporter zeigt uns, dass seine beiden E-Modelle künftig auch mit Wasserstoffantrieb erhältlich sein werden. Das sind Kaango Z.E. und Masetr Z.E., also Nutzfahrzeuge. Renault schaffte so einen Sprung in der Reichweite der Modelle: Die Brennstoffzelle sorgt für einen Gewinn von bis zu 230 km pro Tankvorgang. In kalten Tagen lässt der Elektromotor doch noch seinen Besitzer mit einer Verringerung der Reichweite in den sauren Apfel beißen – bei der Technik mit Wasserstoff passiert das nicht oder kaum. Beide Modelle gewinnen auch noch an etwas Pferdestärke und der Ladevorgang wird stark verkürzt. Besser lassen sich die Vorteile wohl kaum belegen.

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